Text aus der Schrei der Gänse

Der Schrei der Gänse

Wenn Abendrot zur Glut erstrahlt,
und Karmesinrot alles überdeckt,
ganz wie von Künstlerhand gemalt,
dann hat der Sommer sich versteckt.

Mal winkt er kurz mit hellem Licht
und einem warmen Strahl der Sonne,
doch finden werde ich ihn nicht,
vorbei ist seine unbeschwerte Wonne.

Weit über mir erschallt ein Schreien,
der Gänse Ruf ertönt mit Macht.
Ach täten sie mir Flügel leihen,
so zög ich mit, ganz unbedacht.

Ich ließ mich tragen hoch nach oben
inmitten ihrer Formation,
ich spürte Winde, Stürme toben
ganz wie der Lüfte eigener Sohn.

(Helmut Dillmann 2019) 

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